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kraniche und alte damen

zwei bemerkungen am rande, weil mir joachim aus oesterreich freundlicherweise seinen "lapi hergeborgt" hat, wie er das in seiner sprache sagt, also mir seinen laptop leiht.

es ist sehr witzig, hier durch die strassen zu laufen und kraniche zu beobachten, die umstaendlich und stelzbeinig versuchen, auf den breiten baeumen zu landen. sehr interessant ist auch eine auseinandersetzung zwischen einem raben und einem kranich zu beobachten, die sich um den besten platz am straßenrand streiten...

heute war ich also im go down arts center, hab jes'se geholfen, ein teachers' attendancesheet (eine art anwesenheitsliste) am computer zu erstellen, weil er nicht pc-fit ist. außerdem natuerlich gitarre gespielt, was ich voll genossen hab. und dann die heimfahrt mit dem matatu - ja pustekuchen, wenn man eins braucht, kommt keins. eeeeeeeeeewig gewartet in der hitze, abgase von der rush hour inhaliert und dann irgendwann ne alte dame angesprochen, ob ich denn hier richtig bin, wenn ich nach buruburu will. ja klar, sagt sie, aber es sieht nicht so aus, als wuerde hier noch ein matatu vorbeikommen, komm mal mit, wir gehen da vorne hin, fahren dann bis zum ity stadium und steigen dann um. sie hat uns beide sehr professionell durch den feierabendstau manövriert, und mir schließlich den einzigen platz im matatu überlassen: ich nehm das nächste, safari nzuri! gute reise!

und ich saß im matatu und dachte nur: tschüss alte dame, und asante sana! vielen dank. das ist nämlich eigentlich nicht selbstverständlich für kenianer, dass sie so ohne weiteres wazungu helfen, ohne nach geld zu fragen.

morgen christmas musical im national theater. yeeeha!

17.12.08 16:05

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bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Papa (19.12.08 00:05)
Hallo Laura,
ich komme gerade von GZ zurück und wollte es nicht versäumen, Dir nochmal zu schreiben. So abwechslungsreich wie bei Dir ist es hier natürlich nicht. Jeder Deiner Tagesabläufe ist bemerkenswert. Schön, dass Du jetzt von Zeit zu Zeit auch wieder eine Gitarre in Händen halten kannst. Solche kleinen Geschichten, wie die mit der alten Dame, die für ihre Hilfsbereitschaft kein Geld verlangt hat, sind, wenn man genauer darüber nachdenkt, richtig "groß". Es gibt überall hilfsbereite Menschen. Bei uns geht es mit riesigen Schritten auf Heiligabend zu. Könnte sein, dass es ab morgen auch bei mir etwas ruhiger wird. Montag und Dienstag werde ich noch arbeiten. Aber dann habe ich bis zum 12.01. frei. Am Wochenende werde ich mal wieder ein paar Bilder an Dein Postfach senden, damit Du den Kontakt nicht ganz verlierst. Jetzt hoffe ich, dass das Musical ok war. Schicke Dir ganz liebe Grüße, weit Richtung Süden.
Papa