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am ende der orientation week

habiri ihr lieben!

man hoert ja gar nix von euch? wo seid ihr? hier tobt das leben. es ist heiss, stickig, staubig und gerade droehnt mit voll aufgedrehtem bass irgend so ne hip hop mucke hier rein. ich bin immer noch dabei, mich an alles neue zu gewoehnen. als weisse sticht man hier ganz schoen raus, aber die leute in buruburu sind das wahrscheinlich schon gewoehnt, weil hier ja viele volunteers von civs umlaufen. trotzdem sind die kleinen schokoladenkinder immer ganz neugierig und freuen sich, wenn ich ihr "hi" erwiedere.

diese woche hatte ich also immer mal wieder kleine powerpoint-vortraege und bin nun schon ein bisschen vorbereitet. trotzdem weiss ich eigentlich och gar nix ueber meine arbeit bei den waisenbabys, die ich am montag beginnen soll. ich muss mit dem matatu nach kayole fahren, aber die ersten tage wird mich noch jemand begleiten und mir zeigen, wo ich aussteigen muss usw. das ist naemlich gar nicht so einfach mit diesen fahrenden diskos. heute morgen bin ich mit david, ken und steems zur deutschen botschaft gefahren (auch in so einem bemalten minibus, bei voll aufgedrehter musik, mit einem affenzahn die holperige strasse entlang...), weil wir uns da registrieren wollten, damit die wissen, dass wir eben hier sind. nach einer ziemlich langen reise und dem einchecken in die botschaft wurden wir dann auf einen aushang hingewiesen, dass man sich nur online registrieren kann - na toll. das hab ich aber mittlerweile erledigt, sollte also irgendwas unvorhergesehenes passieren, weiss die deutsche botschaft in nairobi bescheid, dass ich noch irgendwo in der stadt unterwegs bin.

danach waren wir mittagessen (lecker gemuesetasche mit dem namen samosa) und sind dann mit jasper, einem leiter von civs und davids ansprechpartnerin faith zu davids zukuenftigem projekt gefahren. dabei handelt es sich um eine einrichtung, wo strassenkindern so sachen wie akrobatik, trommeln, tanz, theater und kunst beigebracht wird. ausserdem bekommen sie dort auch was zu essen. wir haben ein paar bilder anschauen duerfen - wow! die leute, die dort arbeiten, sind auch voll nett, haben david aber von vornherein klargemacht, dass er kaum anleitungen kriegen wird, sndern einfach da drauf los machen darf, wo er meint, dass hilfe benoetigt wird. das klang alles sehr vielversprechend. einer der sozialarbeiter wollte mich gleich ueberreden, das imani children home ueber den haufen zu werfen und mich einfach hier und jetzt auch fuer das strassenkinderprojekt zu bewerben. ich hab dankend abgelehnt, schliesslich hab ich mich fuer imani beworben und mich auch darauf vorbereitet, ab montag erstmal kleine babys zu fuettern und zu wickeln. aber ich darf david auf jeden fall besuchen und ihm bei seiner arbeit zuschauen, und wer weiss, vielleicht ergibt sich in den naechsten monaten noch was, dass ich da eventuell auch mal reinschnuppern kann...

im januar werde ich hoffentlich an einem workcamp teilnehmen, in der naehe vom lake viktoria im westen. das sind drei wochen, die mehrere leute aus verschiedenen nationen zusammen bei einem stamm verbringen und dort arbeiten (ziegel machen, baeume pflanzen, eine schule bauen oder so was) und die kultur naeheer kennenlernen. man wohnt zusammen, kocht zusammen, arbeitet zusammen, auch immer mit den einheimischen, und am wochenende oder in der freizeit besucht man schulen, wo man kinder ein bisschen unterrichten kann, oder macht so unuebersetzbare sachen wie women / youth empowerment oder hiv/aids awareness. meistens gibt es in solchen gegenden kein fliessend wasser und keine elektrizitaet, aber das bin ich ja schon von buruburu gewoehnt, wo es aber die letzten tage beides gegeben hat. kann aber schon sein, dass das auch hin und wieder mal ausfaellt.

ich weiss, das ist jetzt mal wieder viel zu viel zum lesen und ich wollte auch noch ganz andere sachen schreiben, wie ich mich fuehle usw, aber jetzt ist es schon wieder zwanzig vor sechs und ich muss mich langsam auf den heimweg begeben. vorher kauf ich mir aber nochmal ein samosa, das ist naemlich tamu sana (sehr lecker). oh ja, ich bin fleissig am kiswahili lernen.

am wochenende werde ich voraussichtlich mit david die stadt unsicher machen, museen und parks gibt es hier ja genug, und ins theater wollen wir uuuuuuuunbedingt auch mal. ich weiss gar nicht, was die anderen volunteers so machen oder mein gastbruder und gleichzeitig civs-mitarbeiter ken, aber ich hab ja jetzt ein handy, damit duerfte ich es herausfinden.

solltet ihr mir irgendwas schicken wollen, dann legt doch BITTE auch meinen mp3-player bei (in einem kleinen grauen maeppchen mit katzen drauf), den hab ich irgendwie zu hause verschlampt und ich vermisse ein bisschen meine musik.

ansonsten mal TUTAONANA (heisst so viel wie bis bald) und bis zum naechsten eintrag.

5.12.08 15:44

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bisher 4 Kommentar(e)     TrackBack-URL


moniii / Website (6.12.08 06:31)
huhu lauriiiii, hier bin ich!!!

also schon mal einer :PP

check jeden tag fleissig deine seite, oh mann, das is sooo toll, ich will bilder sehen! hoert sich so spannend an!

ich werd mich morgen in den vorweihnachtstrubel manhattens stuerzen und weihnachtsgeschenke besorgen. yippieyeah, das wird ein spass^^

chill schoen in afrika (wieviel zeitunterschied is eig zwischen nairobi und new york??),
hab dich liep <3


Papa (6.12.08 22:26)
Hi Du.
gerade habe ich Dir ne mail geschickt. Sollte das nächste Mal werde ich erst in Deinen blog schauen. Das Alles hört sich irgendwie fremd und unsortiert an. Soll aber nicht negativ klingen. Ist halt ein völlig fremdes Land und eine andere Kultur. Allerdings denke ich, dass es Dir gefallen wird. Dass Du auf Dich aufpassen sollst, muss ich Dir nicht sagen, das weißt Du selber. Deinen player werde ich morgen suchen und diesen dann an die Adresse schicken, die auf dem Infozettel steht. Falls Du eine andere Adresse hast, schreibe sie mir auf mein mail-Postfach. Nun genieße erst einmal Dein erstes Wochenende in Nairobi. Mach es gut.

Liebe Grüße von zu Hause,
Papa


die Buchener (7.12.08 14:16)
Hi Laura, sorry, dass wir uns noch nicht gemeldet haben. Haben deine Mail bekommen, aber ich war diese Woche irgendwie neber mir und gestern haben wir Kevins 17. gefeiert. Jetzt hab ich gedacht, muss endlich mal lesen, was du schon so erlebt hast. Freu mich total für dich, dass du schon wieder so ne abenteuerliche Zeit vor dir hast, wobei dagegen der Jakobsweg wohl nur en Spaziergang war. Wenn ich das richtig gelesen hab, hast du ja schon einen Begleiter gefunden, mit dem du dich gut verstehst. Oma und Opa habens noch nicht gelesen. Werde sie nachher anrufen, ob sie noch runterkommen. Dann melden wir uns vielleicht nochmal. Erstmal wünsch ich dir eine super Zeit, viel Spass beim Babywickeln (jetzt macht sichs bezahlt, dass du jüngere Geschwister hast, die du auch schon gewickelt hast), pass gut auf dich auf in der Großstadt und im Camp. Kann man dir auch Päckchen schicken? Weißt du, wie lang das dann dauert? Wenn du was ganz arg vermisst, schreibs uns.
Wir sind in Gedanken natürlich bei dir. Bis denne mal.
Herzlichst Monika


die Buchener (7.12.08 16:53)
Hallo Laura, jetzt sitzt Oma neben mir. Erst hörste gar nix und dann gleich zweimal. Wird dich aber nicht stören nehm ich an. Oma ist auch froh, dass du Leute um dich hast, mit denen du dich verstehst und dass du in der Gruppe gut aufgehoben bist. Oma und Opa denken immer an dich und du sollst gut auf dich aufpassen!!! Am Sonntag haben wir 1 Stunde Jakobsweg geschaut und heute kam nochmal ein Beitrag im Fernsehen. Jetzt haben wir die Landschaft auch mal vor Augen. Und am Schluß haben die Leute auch ihre Socken verbrannt. Kannst du ja wohl jetzt nicht, wirst keine anhaben. Machs gut für heute, bis zum nächstenmal. Wir nehmen dich in Gedanken ganz fest in den Arm. Viel Spaß noch. Oma, Kevin und
Moni